IGel steht für „Individuelle Gesundheitsleistungen“.

Unter Individuellen Gesundheitsleistungen versteht man Leistungen der Vorsorge- und Service-Medizin, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht bezahlt werden, da sie nicht zu deren Leistungskatalog gehören.

All diese nicht von der GKV abgedeckten Leistungen, erfasst die IGel-Liste. Diese wurde 1998 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den freien ärztlichen Berufsverbänden herausgegeben. Diese Diagnose- und Behandlungsmethoden können Kassenpatienten zusätzlich angeboten werten, müssen bei Inanspruchnahme jedoch von den Patienten selbst bezahlt werden.

Die Grundlage hierfür bildet § 12 des SGB V (Band 5 der Sozialgesetzgebung). Hier ist festgelegt, dass ärztliche Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse notwendig, ausreichend und wirtschaftlich sein müssen. Ist auch nur eines dieser Kriterien nicht erfüllt, darf die Leistung nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden.

Notwendig heißt, dass eine Erkrankung vorliegen muss, die behandelt werden muss, weil sonst Schäden entstehen.

Ausreichend heißt, dass die Behandlungsmaßnahme nach den Kenntnissen der Schulmedizin den gewünschten Heilerfolg erbringt und nicht über einen notwendigen Heilerfolg hinausgeht.

Wirtschaftlich heißt, dass es keine kostengünstigere Methode gibt, um einen gleichen oder gleichwertigen Heilerfolg zu erzielen.

Aus unserer Sicht bleiben Lücken in der adäquaten Gesundheitsfürsorge, für deren Schließung die Patienten selbst verantwortlich gemacht werden.

Wir haben aus dieser Notwendigkeit heraus versucht, für Sie aus unserer Sicht sinnvolle, der von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragene Leistungen, zusammenzufassen.

Bewusst verzichten wir auf aus unserer Sicht medizinisch fragwürdige Angebote, die leider auch diese IGel-Leistungen in den Verruf bringen. Wir wollen nicht als Verkäufer von Gesundheitsleistungen angesehen werden, sondern in Ihrem Sinne auf Wichtiges hinweisen.

Sollten bei Ihnen dennoch Zweifel bezüglich bestimmter Leistungsangebote auftauchen, empfehlen wir, dass sie sich bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung einholen oder bei Ihrer Krankenkasse direkt weitere Erkundigungen einholen.

Da sich der Leistungskatalog der verschiedenen Gesetzlichen Krankenkassen teils erheblich unterscheidet und teils auch schnellen Wandlungen unterzogen ist, kann ein direktes Nachfragen bei der Krankenkasse aus unserer Sicht nie ein Fehler sein.